Wahlprogramm der CSU Bad Endorf

Was uns wichtig ist - Den Verkehr in den Griff bekommen und ein besseres Ortsbild schaffen

Gebäude, Straßen, Freiräume und Verkehr prägen den Eindruck des Ortes

  • Wir wollen einen schöneren Ort für Einheimische und Gäste.
  • Wir wollen ein staufreies Bad Endorf.
  • Wir wollen, dass Einkaufen wieder Spaß macht.

Wir unterstützen alles, was zur Attraktivität und Sauberkeit des Ortes beiträgt.

Nur wenn ein Ort ein schönes Erscheinungsbild hat, fühlen sich die Einwohner wohl und Gäste werden angezogen. Und nur wer sich wohl fühlt, wird Geschäfte und Gaststätten betreten, darin einkaufen und verweilen.

Maßnahmen zur Verbesserung des Ortsbildes können bei ganz kleinen Handlungen beginnen und bei groß angelegten Verschönerungsmaßnahmen enden. Dabei kann nicht nur die Gemeinde aktiv werden. An vielen Stellen im Ort ist es das private Engagement unserer Bürger, das sich um ein positives Erscheinungsbild kümmert.

Wir werden alles, was die Bürger tun, um das Ortsbild zu verbessern, unterstützen. Wir informieren über Fördermöglichkeiten und  beraten - im Sinne eines Gesamtbildes des Ortes - bei der Durchführung der Maßnahmen.  Zum Beispiel unterstützen wir Lösungen bei der Straßensanierung, die von den Anwohnern selbst organisiert werden. Am Ende ist das dann auch kostengünstiger für die Anwohner, als wenn die Gemeinde die Straße saniert und die Kosten auf die Anwohner umlegt.

Selbstverständlich werden wir seitens der Gemeinde Verschönerungsmaßnahen planen und durchführen. Das beginnt bereits bei unkrautfreien Randsteinen, schlaglochfreien Parkplätzen, Straßen, Wander- und Gehwegen, Beseitigung von herumliegendem Müll und einer gefälligen Gestaltung von Wertstoffinseln.  

Ein weiterer Punkt zur Sicherstellung der Attraktivität des Ortes ist der Erhalt unserer Bahnstation. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Bad Endorf direkt mit hoher Taktfrequenz an dieser Verkehrsader angeschlossen bleibt - denn das ist wichtig für unsere Pendler und für die Gäste, die ohne Auto zu uns kommen wollen.

Das Ortszentrum soll zum Verweilen einladen. Bei der baulichen Entwicklung werden wir die Aufenthaltsqualität verbessern und Grünflächen berücksichtigen.

Ziel künftiger Ortsentwicklung muss sein, dass Bürger und Gäste eine „Wohlfühl-Atmosphäre“ vorfinden. Dazu gehören neue Grünflächen, die verträgliche Organisation des innerörtlichen Verkehrs, die Entwicklung der Brachen im Ortszentrum, das Bereitstellen vernünftiger Parkplätze und die Sanierung einiger wichtiger Straßenzüge mit ihrem Umgriff im Ort.

Die Bahnhofstraße ist Aushängeschild und Lebensader Bad Endorfs. Gemeinsam mit den Anwohnern und den Inhabern der Geschäfte werden wir dafür ein Konzept entwickeln. Darin werden Parkplätze neu organisiert, Fußwege sicherer gestaltet und dem Straßenzug verlorengegangenes Grün zurückgegeben. Läden und Gastronomie können fußläufig erschlossen werden.

Das Ortszentrum im Bereich des Bebauungsplanes „Marktplatz“ kann nicht isoliert von der Neugestaltung der Bahnhofstrasse und der Verkehrsplanung am Kirchplatz entwickelt werden. Ganzheitliche Planung über die Grenzen der jeweiligen Bebauungsplangebiete hinaus verspricht bessere Lösungen. Es müssen klare Qualitätskriterien für die Planung festgelegt und in Zielen formuliert werden. Dazu gehören ein geeignetes Parkplatzangebot, die Erschließung von allen Seiten, die Verknüpfung mit Kino, Bahnhofstraße, Katharinenheim und anderen wichtigen Einrichtungen sowie ein klares Gebäude- und Freiraumkonzept, das die Idee eines wirklichen Platzes verfolgt.  Sind diese Ziele mit einem klaren und nachvollziehbaren Bebauungskonzept erfasst, können Bürgerschaft, Anlieger, Eigentümer und andere Projektbeteiligte von den Ideen und zur Mitwirkung überzeugt werden.

Fördermittel können über die Städtebauförderung oder über Ortserneuerungsprogramme beantragt werden.

Der Verkehr muss entzerrt werden. Dies können wir zum Beispiel durch die Realisierung des Kreisels unter Einbeziehung der Traunsteiner Straße, eine bessere Verkehrsführung in und um den Ort sowie durch das Schaffen besserer Parkmöglichkeiten erreichen.

Die Verkehrssituation im Ort erfordert besonders schnelle und umfassende Maßnahmen.  Jeder, der durch die Bahnhofstraße geht, fühlt sich insbesondere durch die großen Lastkraftwagen bedrängt, die durch den Ort donnern. Zu den Stoßzeiten erliegt der Verkehr.

Der innerörtliche Verkehr muss besser durch den Ort fließen können. Dies werden wir mit einer Kreisellösung am Kirchplatz unter Einbeziehung der Traunsteiner Straße erreichen. Ampeln sollten nicht zusätzlich in den Verkehr eingreifen. Linksabbiegerspuren müssen ebenfalls vermieden werden, da Linksabbieger den Kreuzungsverkehr queren. Dieses Projekt kann bei vernünftiger Planung und Durchführung kurzfristig durchgeführt werden. Wir werden darauf achten, dass alle Möglichkeiten der Förderung ausgeschöpft werden.

Sollten in der Zukunft alle Stricke reißen, ist eine Umgehungsstraße die letzte mögliche Lösung des Verkehrsproblems. Die festgelegte Trasse muss dafür im Flächennutzungsplan freigehalten werden, um Handlungsoptionen zu wahren. Es muss allen klar sein, dass die Umgehungsstraße finanziell nur mit Partnern in Land und Bund realisiert werden kann. Der bauliche Aufwand ist aufgrund der anspruchsvollen Topografie und der Länge der Trasse besonders hoch, der Eingriff in die Natur als sehr intensiv zu bezeichnen. Wenn wir das vermeiden können, dann werden wir das tun.

Zur Verkehrsführung um den Ort muss mit den Nachbargemeinden und den zuständigen Behörden ein überregionales Verkehrsleitsystem aufgebaut werden, das vor allem Schwerlast-Durchgangsverkehr von den sich in Bad Endorf kreuzenden Staatsstraßen wegleitet und über leistungsfähigere Wege führt.