Wahlprogramm der CSU Bad Endorf

Was uns wichtig ist - Senioren sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft

Senioren haben besondere Bedürfnisse

  • Wir wollen das Potenzial der lebenserfahrenen, wissenden Senioren sinnvoll nutzen und das „Alter“ weiter in die Mitte der Gesellschaft holen
  • Wir wollen, dass unsere Senioren mit allen für sie wichtigen Informationen versorgt werden
  • Wir wollen, dass sich unsere Senioren im Ort gefahrlos bewegen können

Gehwege und öffentliche Bauten werden barrierefrei oder behindertengerecht gebaut.

In Bad Endorf wird – wie überall in der Bundesrepublik - die durchschnittliche Bevölkerung immer älter. Das Leben und Zusammenleben im Ort ist daher einem kontinuierlichen Wandel unterzogen und hieraus ergeben sich Konsequenzen beispielsweise für Wohnen, Ortsgestaltung, Einzelhandel und vieles mehr.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Infrastrukturen innerhalb einer Gemeinde hat einen wesentlichen Einfluss auf die Mobilität, die Unabhängigkeit und die Lebensqualität von Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Der barrierefreie Zugang zu öffentlichen Gebäuden fördert die Selbstständigkeit und ermöglicht vielen Bürgern die Teilnahme am sozialen Leben in der Gemeinde. Wir werden daher Sorge tragen, dass Baumaßnahmen entsprechend geplant und umgesetzt werden.

Gehwege müssen dauerhaft sicher benutzbar sein. Engstellen – lange Zeit toleriert – stellen Gefahrenstellen dar. Sie müssen behoben werden. Von barrierefreien, schwellenlosen Wegen und Übergängen profitieren nicht nur Senioren, sondern auch Familien mit Kinderwägen und Menschen mit Behinderung.

Wir fördern seniorengerechte Dienstleistungen in Form von ehrenamtlichen und unternehmerischen Aktivitäten.

Da der demographische Wandel nahezu alle Lebensbereiche vor Ort betrifft,  ist es notwendig, für seine Gestaltung eine Gesamtstrategie zu erarbeiten, an der möglichst viele Akteure und Ressorts mitarbeiten. Von den Kommunalpolitikern verlangt dies ein Umdenken von der kurzfristig an Wahlperioden orientierten hin zu einer langfristigen Planung. Von der Verwaltung erfordert es die Bereitschaft zur intensiven, ressortübergreifenden Zusammenarbeit. „Tun wir genug, um bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen?“ und „Wie können wir engagierten Bürgern mehr Verantwortung übertragen?“ müssen zentrale Leitfragen sein. Der erreichte Stand ist regelmäßig zu überprüfen.

Konkret hilft eine neue zentrale Stelle im Rathaus zur Beratung von Bürgern in neuen Lebenslagen. Dazu gehören zum Beispiel auch unsere zugezogenen Neubürger, junge  Familien mit Neugeborenen, von Schicksalsschlägen getroffene Bürger und  viele andere mehr, die Veränderungen nicht alleine bewältigen können. Diese Stelle erfasst und vernetzt das Angebot von Vereinen, Verbänden, Dienstleistern und ehrenamtlich Aktiven. Sie vermittelt passgenaue Hilfestellung und stellt erste Kontakte zu Anbietern und Ansprechpartnern her.  Als zentraler Service werde hier aktiv Angebote und Engagement im Ehrenamt gesucht und gefördert. Auch wer sich einbringen möchte, ist hier willkommen und wird in das Netzwerk eingebunden. So entsteht eine neue offene und generationenübergreifende Sozialkultur des Gebens und Nehmens.

Gemeinsam mit engagierten Bürgern aller Altersgruppen müssen wir innovative Formen des sozialen Zusammenlebens von Alt und Jung in der Gesellschaft entwickeln. Die hierfür benötigten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen und die Mitverantwortung des Einzelnen angeregt werden.

Wir brauchen neue Visionen für das Leben im Alter. Dies setzt voraus, dass wir unsere, meistens einseitig negativ geprägten Bilder vom Altern den Realitäten anpassen und das Alter in seiner Komplexität darstellen und positiv wahrnehmen. Mit zunehmendem Alter nimmt sicherlich die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Personen zu. Dennoch sind viele ältere Menschen - selbst im hohen Alter - noch autonom und gehen ihren Aktivitäten nach, sei es im privaten Bereich oder im sozialen Leben. Das ist ein wertvoller Stützpfeiler unserer Gesellschaft.