Wahlprogramm der CSU Bad Endorf

Was uns wichtig ist - Familien müssen sich wohlfühlen

Ein sorgenfreies Familienleben ist die Basis für eine funktionierende Gemeinde

  • Wir wollen, dass Jung und Alt kooperieren, miteinander vieles organisieren und sich gegenseitig begeistern.
  • Wir wollen eine Familienpolitik, die als ein wichtige, kommunale Aufgabenstellung gesehen wird: Nicht nur für, sondern mit Familien planen!
  • Wir wollen ein generationenübergreifend kinder- und familienfreundliches Bad Endorf.

Deshalb ist eine flexible Kinderbetreuung, welche die persönliche Situation der Eltern berücksichtigt, unumgänglich. Das werden wir gemeinsam mit den Eltern und den Einrichtungen vorantreiben.

Wer heute eine Familie gründet und Kinder bekommt, ist mit vielerlei Problemen wie finanziellen Einbußen, organisatorischen Schwierigkeiten und Engpässen bei der Kinderbetreuung mit Folgen für das Berufsleben oder den Weg aus der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Dies trifft prinzipiell auf alle Familien, im besonderen Maße auf Alleinerziehende, auf kinderreiche Familien und oft auch auf Familien mit Migrationshintergrund zu. Die von Arbeitgebern zunehmend geforderte Flexibilität und Mobilität ist für Eltern mit Kindern deutlich schwerer zu erfüllen, als für Kinderlose. Es ist daher außerordentlich wichtig, das Betreuungsangebot mit den Trägern, Einrichtungsleitern und vor allem den Eltern optimal auszugestalten.

Größere Flexibilität erzeugt leider auch höhere Kosten. Daher sind Modelle zu entwickeln, die das Grundangebot günstig halten, bei Sonderwünschen ggf. dafür etwas höhere Gebühren berechnen. Härtefälle sind dabei besonders zu unterstützen.

Die Bedürfnisse werden sich in den kommenden Jahren immer mehr verändern. Vom Gesetzgeber garantierte Rechtsansprüche auf Betreuungsplätze werden auch bei uns auf dem Land in Zukunft immer häufiger eingefordert werden. Dies betrifft vor allem die Kinderkrippen. Die Ganztagesbetreuung an den Schulen wird ebenfalls zukünftig ausgebaut werden müssen, um zum Beispiel den Bedürfnissen der Berufspendler entgegenkommen zu können.

Auf diese Veränderungen muss die Gemeinde vorbereitet sein. Das beginnt mit möglichst präzisen Bedarfsprognosen und Konzepten, in welchen Räumlichkeiten und unter welcher Trägerschaft ggf. zusätzliche Gruppen untergebracht werden können. Hier werden wir eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten.

Um das Ganze dauerhaft auch finanziell leisten zu können, ist über die kommunalen Spitzenverbände und alle Kontakte in die Kreis-, Landes- und Bundespolitik eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen einzufordern. Bad Endorf ist mit solchen Bestrebungen sicher nicht alleine.

Wir sorgen dafür, dass das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ausgeweitet wird.

Das derzeitige Angebot des Ferienprogramms in den Sommerferien wird gerne und gut angenommen. Die Koordination im Rathaus ist Garant für diesen Erfolg. Wir wollen dieses Angebot ausbauen.

Spielplätze brauchen nicht nur ständige Wartung, sondern auch regelmäßig Modernisierung und Ausbau. Dabei ist uns die Beteiligung von Kindern und Eltern wichtig. Die kleinen und großen Nutzer werden wir bei solchen Projekten einladen, um sich aktiv in die Planung und Umsetzung einbringen zu können. Weiterhin werden wir Sponsoren für Ausstattungsgegenstände suchen und einbinden.

Unseren Jugendtreff werden wir aktiv begleiten und seine Öffnungszeiten bei Bedarf ausweiten.

Unsere Vereine und Arbeitskreise bieten ein breites Spektrum ehrenamtlicher Aktivitäten, ohne die Bad Endorf und seine Ortsteile nicht funktionieren würden. Wir unterstützen ihre Arbeit.

Eine besondere Aufgabe in der Ergänzung eines glücklichen Familienlebens haben die Vereine im Ort. Sie stellen alle Möglichkeiten für Freizeit-Aktivitäten bereit und helfen damit, ein harmonisches Familienleben zu gestalten.

Vereine, Verbände, Wohlfahrtsorganisationen und Rettungsdienste sind darüber hinaus das Rückgrat des Soziallebens in unserer Gemeinde. Jung und Alt finden dort ihren Platz, verbringen ihre Freizeit im Kreise von Gleichgesinnten und engagieren sich für ihre Mitmenschen durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten. Gleichzeitig tragen die Vereine zu einem wesentlichen Teil die Vielfalt des kulturellen Angebots. Viele Vereine tragen sich finanziell weitgehend selber. Wir unterstützen die Vereine dabei, indem die Gemeinde als verlässlicher Partner zur Seite steht, wenn es um Haftung, Sicherheitsaspekte, Verkehrs- und Parkplatzlösungen sowie nutzbare öffentliche Flächen und Räume für Veranstaltungen geht.

Die vielfältigen themenbezogenen gemeindlichen Arbeitskreise sind ein hervorragendes Instrument des bürgerschaftlichen Dialogs und ehrenamtlicher Arbeit unabhängig von politischen Mandaten. Sie überzeugen regelmäßig mit wertvollen Arbeitsergebnissen, die in die Gemeindearbeit einfließen oder die zu eigenständigen Projekten führen. Die derzeitig behandelten Themen sollen weitergeführt werden, ruhende Arbeitskreise sollen wieder mit Leben gefüllt werden. Wir werden außerdem neue Themenansätze suchen und Mitarbeiter dafür gewinnen. Um eine ständige Vertretung im Gemeinderatsgremium zu haben, werden wir jedem Arbeitskreis ein geeignetes Mitglied des Marktgemeinderats als direkten Ansprechpartner zuordnen.

Ziel dieser Maßnahmen ist ein aktives Miteinander von Familien, Vertretern der Gemeinde und der Vereine.

Unsere Schulen sorgen für eine gute Ausbildung der Kinder und der Jugendlichen. Diese werden wir erhalten und weiter ausbauen.

Die Mittelschule und die Standorte der Grundschulen – auch in den Ortsteilen – müssen erhalten bleiben. Die Schule vor Ort ist vor allem im Grundschulbereich durch nichts zu ersetzen.

Bildung ist die wichtigste Investition in unseren Nachwuchs. Daher muss das Lernumfeld höchsten Anforderungen genügen. Ausstattung und baulicher Zustand der Schulen sind ständig aktuell zu halten. Dass damit auch große Sanierungsmaßnahmen anstehen, liegt auf der Hand. Diese müssen sorgfältig vorbereitet und – sofern zuständig - über die Schulverbände mit den Nachbargemeinden entwickelt werden. Dabei erfolgt die Prüfung, ob eine zuschussfähige Generalsanierung oder über die Jahre verteilte Einzelmaßnahmen die bessere Lösung ist.

Für die Zukunft unserer Jugend werden wir mit ortsansässigen Unternehmen einen Ausbildungspakt vereinbaren.

Bei uns gibt es viele Ausbildungsbetriebe in vielen Branchen und Berufszweigen. Diese Bereitschaft zur betrieblichen Ausbildung ist ein wichtiges Standbein unserer Bildungslandschaft vor Ort. Um Auszubildende und Betriebe besser zusammenzuführen und Angebot sowie Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zu sichern, wollen wir es mit einem freiwilligen Ausbildungspakt mit den Betrieben sichern und bewerben. Die gesammelten Ergebnisse werden dann zum Beispiel im Rahmen der Berufsbildung an unseren Schulen verwendet.

Wir schaffen ein Bürgerbüro als soziale Drehscheibe im Rathaus für alle Bürgerinnen und Bürger in neuen Lebenslagen.

Die Geburt eines Kindes, der Eintritt ins Rentenalter, Arbeitslosigkeit, Schul- oder Ausbildungsende, Krankheiten, Zuzug in unseren Gemeindebereich, Zeit und Lust für Ehrenämter – wir leben in ständiger Veränderung. Für einige dieser neuen Lebenslagen braucht man Hilfe. Um schnell an den richtigen Ansprechpartner zu kommen, soll eine neue Stelle im Rathaus dienen. Im Zuge einer Erstberatung werden dabei passgenaue Hilfestellungen vermittelt und gleich erste Kontakte hergestellt.

Das Angebot von Vereinen, Verbänden, Dienstleistern und ehrenamtlich Aktiven muss hierfür erfasst und vernetzt werden.

Die Stelle soll bewusst auch denjenigen zur Verfügung stehen, die sich aktiv einbringen möchten und Engagement im Ehrenamt suchen. Dies ist vor allem für Neubürger eine gute Möglichkeit, sich im Ort zu integrieren. Damit gelingt es auch, Angebote auszubauen und Lücken zu schließen.