Mai 2016

von Alois Loferer - CSU Fraktionssprecher in Bad Endorf

Renaturierung der Thalkirchener Ache, Wiederholter Antrag zum Stand Kinderbetreuung

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde,

Das Konzept rund um die Renaturierung der Thalkirchner Ache wurde in der Aprilsitzung durch das Landschaftsarchitekturbüro Niederlöhner vorgestellt. Es umfasst Maßnahmen zur Besucherlenkung im Simsseemoos sowie bauliche Eingriffe für eine naturnahe Gewässerführung der Ache. Zudem wird das Wanderwegenetz durch einen Aussichtsturm und einen Beobachtungsplatz attraktiviert (wir berichteten). Im Zuge dieser Maßnahme soll auch ein Rad- und Wanderweg zwischen Eichen und Thalkirchen entstehen. Ausgesprochen hohe Zuschussquoten halten den Aufwand für die Gemeinde gering. Die Marktgemeinde kooperiert hier mit der Nachbargemeinde Söchtenau. Federführend für das Achenprojekt ist das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Bad Endorfs Hauptansprechpartner ist dabei unser 2. Bürgermeister Wolfgang Kirner, der mit seiner Ortskenntnis und dem guten Kontakt zu den Anrainern wesentlich zum Gelingen beiträgt.

Zum wiederholten Mal stand ein Teilaspekt der Kinderbetreuung auf der Tagesordnung: Die Verträge der Gemeinde mit dem Katharinenheim zu den Kindergärten werden angepasst, damit der Status Quo einwandfreien Regelungen untersteht. Über Änderungen des Angebots, Ausbau von Plätzen und weitere Zukunftsfragen wurde im Zuge dieser Vertragsausarbeitung explizit nicht gesprochen.

Wir haben in dieser Amtszeit schon mehrmals angeregt, dieses wichtige Zukunftsthema endlich umfassend und zukunftsorientiert anzugehen – leider bisher vergeblich. Mit Rückmeldungen besorgter Eltern im Gepäck und in Kenntnis erster Zahlen für das neue Kindergartenjahr hat die CSU-Fraktion nun in der Sitzung vom 12.04.2016 eine Sondersitzung des Marktgemeinderates beantragt. Wir fordern damit die Behandlung dieses wichtigen Themas – auch als Teil unseres Wahlprogramms - aktiv ein. Da der Sitzungskalender eng gestaffelt und die Ausarbeitung unseres Tagesordnungsvorschlages aufwändig ist, finden wir es in Ordnung, wenn die durch die Gemeindeordnung festgelegte 14-Tage-Frist zu Gunsten einer sorgfältigen Vorbereitung nicht ganz eingehalten wird. Ziel ist aber, die Sitzung Anfang Mai, in jedem Fall noch vor Pfingsten stattfinden zu lassen. Die Zeit drängt! Neue Angebote wie der Waldkindergarten sind bereits ausgebucht. Nachbargemeinden nehmen immer weniger Bad Endorfer Kinder auf, da die Auslastung der Einrichtungen durch eigene Kinder wächst. Bad Endorfs Bevölkerung ist ebenfalls wachsend. Durch Nachverdichtung und sonstige Ortsentwicklungsmaßnahmen entstehen laufend weitere Wohnungen. Dafür muss als notwendige Infrastruktur auch über kurz oder lang die Kapazität der Kinderbetreuungseinrichtungen angepasst werden – zumal die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wächst. Das Sozialgesetzbuch formuliert übrigens Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für alle Kinder ab einem Jahr bis zur Einschulung.

Im Tourismus-, Gewerbe- und Beteiligungsausschuss wurden zuletzt die Zahlen der Touristiker (I-Punkt, Kurverwaltung) für 2015 vorgestellt. Ein leichtes Plus bei den Übernachtungen stimmt prinzipiell zuversichtlich, allerdings vermissen wir in der statistischen Auswertung für das Gastgewerbe den Wert der Auslastung als aussagekräftigen Vergleichsparameter. Das Urlaubsverhalten bei uns verändert sich: so wächst die Zahl der Gästeankünfte, gleichzeitig werden die einzelnen Aufenthalte immer kürzer. Nicht beraten wurde über das Dilemma des Scheiterns der Fusion der Tourismusverbände links und rechts des Chiemsees – wovon unsere Gemeinde, so ist unsere feste Überzeugung, mit der gesamten Region profitieren würde.

Die CSU-Fraktion und die drei Ortsverbände Antwort-Mauerkirchen, Hemhof und Bad Endorf wünschen Ihnen einen wundervollen Wonnemonat mit unserem unglaublichen Angebot für Pfingsturlaub „dahoam“ – Berge, Seen, Therme – für jeden ist etwas dabei!

Alois Loferer, Fraktionssprecher

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