Juli 2016

von Alois Loferer - CSU Fraktionssprecher in Bad Endorf

Mehr Kindergartenplätze in Bad Endorf

Liebe Bad Endorferinnen und Bad Endorfer,

die Verwaltung rund um Frau van Lengen und Frau Waldleitner hat den Ball aus der von uns beantragten Sondersitzung (Endorfer Juni 2016) rasch und präzise weitergespielt. So konnte der Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung über mehrere perfekt ausgearbeitete Varianten beraten, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zum Kindergartenjahr 2016/17 doch noch decken zu können.

Beschlossen wurde, den Kindergarten Villa Kunterbunt so umzubauen, dass er zur Aufnahme von Kindern unter drei Jahre geeignet ist. Ein Teil der Kinder von der Warteliste kann damit in dieser Einrichtung betreut werden. Es wäre wünschenswert, in diesem Zug die Räume und Freianlagen dort mit einfachen Mitteln freundlicher zu gestalten.
Für die verbleibenden Wartelistenplätze ist vorgesehen, für die Dauer von zwei Jahren provisorische Räume in einem Mietcontainer auf dem Gelände des Katharinenheims zur Verfügung zu stellen.

Diese mehrheitliche Entscheidung war unser klarer Favorit unter den vorgelegten Varianten. Die Vorteile liegen auf der Hand: erstens wird durch Auffüllen der freien Plätze in der Villa Kunterbunt das zu erwartende Betriebsdefizit reduziert. Für dieses Geld stattdessen nachhaltige Baumaßnahmen mitzufinanzieren ist sicherlich vernünftig. Zweitens wird dadurch ein Provisorium für nur eine statt für zwei Gruppen notwendig. Die Investitionen bleiben damit überschaubar. Die Anlage lässt zudem einen verwendbaren Rest des Parkplatzes neben dem Kindergarten frei. Drittens können die bestehenden Freianlagen mitgenutzt werden. Dies bedeutet einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderer Standorte hinsichtlich Kosten und Ausführungsterminen. Viertens ist der zeitliche Vorteil zu sehen. Das Standardprodukt Container als zeitlich begrenzte Baumaßnahme unterliegt einigen Vereinfachungen im Baugenehmigungsprozess. Die Bauzeit ist äußerst kurz. Diese Variante ist damit die einzige, die in der knappen Zeit bis September - sofern alles klappt - überhaupt realisierbar ist.

Mit in der Diskussion waren auch modulare Holzgebäude. Natürlich wären solche Gebäude hinsichtlich Ästhetik und Komfort höherwertig als Container und damit eine besonders reizvolle Option. Allerdings wäre eine solche Lösung nur als Kaufoption erhältlich gewesen. Für die Zeit nach der temporären Nutzung am vorübergehend verfügbaren Standort hätte man bereits die Nachnutzung am endgültigen Standort mitplanen müssen. Davon waren wir weit entfernt und die Zeit für weiterführende Planungen war bereits deutlich abgelaufen. Außerdem hätte man bei deutlich längerer Bauzeit bis zur möglichen Inbetriebnahme wiederum mit Provisorien oder Improvisation überbrücken müssen.

Die Marktgemeinde gewinnt mit dieser Entscheidung zweierlei: ausreichend Plätze zur Deckung des Bedarfs – und vor allem Zeit. Zeit, um viele Hausaufgaben sorgfältig zu erledigen. Konkret zwei Jahre, um die Zukunft der Kinderbetreuung bedarfsgerecht und zukunftsorientiert zu planen und sie vor allem auch baulich zur Umsetzung zu bringen. Entscheidende Fragen werden Standorte, Vereinbarungen mit Trägern, Zukunft der derzeitigen Einrichtungen, Bedarfsprognosen und vor allem mögliche Zuschüsse sein. Ohne Zuwendungen von staatlicher Seite wird es schwierig, weitere Baumaßnahmen zu finanzieren. Grundlage für solche Förderanträge ist eine abgestimmte Planung auf Basis der Bedarfswerte. Die Vorbereitungen benötigen ihre Zeit – daher heißt es jetzt kurz durchatmen und dann unverzüglich ans Werk zu gehen!

Wir bleiben an diesem Thema auch informativ dran: Am 28. Juli 2016 kommt der Bildungspolitiker Otto Lederer, MdL, nach Bad Endorf, um mit Ihnen über das Thema Kinderbetreuung und Bildung zu sprechen (siehe Terminankündigung). Wir laden Sie sehr herzlich zu dieser öffentlichen Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes Bad Endorf ein!

Die CSU-Fraktion und die drei Ortsverbände der Marktgemeinde wünschen Ihnen einen richtigen Sommer, allen Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Endspurt im Schuljahr und allen unseren Gästen einen schönen Aufenthalt bei uns im Chiemgau.

Alois Loferer, Fraktionssprecher

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